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Mesh-WLAN

Datum: 19.02.2021 | Aufrufe: 15

Das Stichwort “Mesh-WLAN” kommt immer mehr auch in privaten Haushalten an. Die Erweiterung des WLANs ohne zusätzliche Verkabelung ist eine gute Sache und schnell eingerichtet. Doch wie genau funktioniert das und was ist zu beachten?

Zunächst: dieser Artikel soll keine technische Erklärung zu der Funktionsweise sein. Vielmehr soll es hierbei um einen grundlegen Einstieg in das Thema gehen.

Was genau ist ein Mesh-WLAN?

Das normale WLAN hat eine begrenzte Reichweite und wird durch physikalische Barrieren wie Wände, Wasserleitungen oder Stahlträger begrenzt oder beeinträchtigt. Um das WLAN zu erweitern müssten zusätzliche AccessPoints installiert werden. Diese müssen per Kabel an einen Switch oder einen WLAN-Controller angeschlossen werden. Wenn das aber nicht möglich ist, kommt das Mesh-WLAN zum Einsatz. Hierbei werden die zusätzlichen AccessPoints per WLAN-Signal an einen WLAN-Controller oder Haupt-AccessPoint angebunden. Dadurch spart man sich die zusätzliche Verkabelung.

Vor- und Nachteile

Der Vorteil liegt ganz klar bei der Einfachheit und den geringeren Kosten. Es müssen ggf. keine Wände durchbohrt werden wenn neue Kabel gezogen werden müssen. Unschöne Kabel oder Kabelkanäle werden ebenfalls nicht benötigt.

Die Nachteile sind jedoch auch nicht von der Hand zu weisen. Um ein Mesh-WLAN aufzubauen bedarf es 2 Frequenzbereiche. Die Endgeräte werden meistens im signalstärkeren 5 GHz-Bereich verbunden. Die Mesh-AccessPoints müssen aber eine andere Frequenz nutzen, um sich miteinander zu verbinden, hierzu wird das 2,4 GHz-Band genommen. 
Je nach Anwendungsfall und den unterschiedlichen Endgeräten, kann es aber auch hierbei zu Problemen kommen. Es müssen unterschiedliche SSIDs (WLAN-Netze) eingerichtet werden, damit die Endgeräte, die kein 5 GHz unterstützen, sich mit dem etwas schwächeren 2,4 GHz-Netz verbinden können. 

Schwaches Signal

Wenn man sein WLAN, ob zu Hause im privaten Bereich oder im Büro, richtig eingerichtet hat und auf Signalstärke geachtet hat, die AccessPoints richtig platziert hat, unterschiedliche SSIDs für 2,4 und 5 GHz verwendet hat, kann es dennoch zu einem schwachen Signal am Mesh-AP kommen.
Das liegt daran, dass selbst wenn die beiden AccessPoints Sichtkontakt haben und kaum durch Wände, Wasser- oder Stromleitungen oder andere Störquellen beeinflusst werden, das WLAN-Signal zwangsläufig abnimmt. Mit jedem weiteren Mesh-AP gehen bis zu 30% Verlust des WLAN-Signals mit.
Zudem muss man bedenken, dass Luft als Übertragungsmedium ein “shared medium” ist, also alle Systeme die Funk zum übertragen der Daten einsetzen, dieses Medium nutzen und sich somit gegenseitig in die Quere kommen können.

Ob nun zu Hause oder im Büro, eine gute WLAN-Planung und Messung ist das A und O. Es gibt viele Punkte die beachtet werden müssen. Doch wenn alles richtig gemacht wird, hat man keine Probleme und jeder Teilnehmer bekommt ordentlich Bandbreite.


 

 

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